Der Inserater Bavaria

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Das Automuseum in Amerang

© Lance Bellers - Fotolia.com

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Schon seit über 100 Jahre brausen sie über unsere Straßen: Automobile. Kaum eine technische Errungenschaft hat mehr Auswirkungen gehabt als die Entwicklung des Kraftfahrzeugs – und mehr leidenschaftliche Fans und Sammler. Und noch immer ist der Automobil-Sektor wirtschaftlich eines der wichtigsten Standbeine der Bundesrepublik. Im bayerischen Amerang wird nicht nur die bewegte Geschichte der Autos lebendig, auch stehen mehr als 220 deutsche Autolegenden verschiedener Marken auf der über 6.000 Quadratmater großen Ausstellungsfläche bereit.

Einen VW Polo Gebrauchwagen wird man in dieser Austellung eher weniger finden und falls doch dann steht er zumindest nicht zum Verkauf. Beim Automuseum in Amerang geht es nämlich um die Geschichte des deutschen Automobils. Wer noch kein Autofan ist, wird es im EFA-Museum in Amerang auf jeden Fall: Denn wer wird nicht beim Anblick des ersten Benz Motorwagens oder der hübschen Oldtimer aus den 20er und 30er Jahren schwach? Wer verfällt nicht ins Schwärmen, wenn er süßen Gefährten aus den 50er Jahren gegenüber steht? Und wem schlägt das Herz nicht schneller, wenn Rennwagen mit astronomischer Leistung zur Besichtigung einladen?

Die einzigartige Auto-Sammlung im Museum für deutsche Automobilgeschichte konnte nur durch viele Leihgaben und engagierte Helfer realisiert werden. Neben vielen Privatsammlern sind die deutsche Automobilindustrie, das Deutsche Museum München und auch das Deutsche Museum für Verkehrsgeschichte in Berlin verantwortlich für die mehr als 220 außergewöhnlichen Exponate.

Die Ausstellung ist thematisch geordnet: Los geht es mit den ersten Laufversuchen des Autos, über den wirtschaftlichen Aufschwung und der Entstehungsgeschichte von BMW, Ford, Mercedes-Benz, Opel und Audi bis hin zum Kultgefährt, dem VW Käfer, oder auch dem Autobau in der ehemaligen DDR. Selbst als Profi kann man im EFA-Museum also noch einiges mitnehmen. Kein Wunder, dass sich das Museum schon seit zwanzig Jahren an einem hohen Besucherzuspruch erfreut.

Große Handysammelaktion in Bayern

© mekcar - Fotolia.com

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In Bayern wurde vor Kurzem eine Aktion zur bisher größten Althandy-Sammlung Deutschlands ausgerufen. Fast alle Haushalte hierzulande verbergen in ihren Schubladen ungebrauchte verstaubte Geräte, die große Mengen und Haufen ungenutzter Schätze bilden könnten. Denn das ist es, worauf man mit der Sammel-Aktion aus ist. Allein das Gold, das sich in den Mobiltelefonen befindet, könnte insgesamt 40 Prozent des Gold-Imports der deutschen Schmuckindustrie abdecken, so rechnen einige Fachleute vor.

Das Handy-Recycling soll jedoch nicht nur diesen glänzenden Rohstoff herausfiltern, sondern es hat auch noch auf andere wertvolle Inhaltsstoffe abgesehen, die in den Mobiltelefonen zu finden sind. Hochwertiges Recycling, nennt sich das dann und lässt zwar durchaus zu, dass teure Geräte nochmals verwendet werden. Wenn diese aber nicht weiter genutzt werden, sollten sie lieber gesammelt und fachgerecht zerlegt werden.
Dabei werden nämlich zunächst die Bauteile mit gefährlichen Stoffen entfernt, wie sie Akkus und Displays beinhalten. In manchen Fällen gibt es sogar Prämien für diejenigen Nutzer, die ihre stillgelegten Mobiltelefone zurückschicken.

Der Rest wird dann, wie auch bei den meisten anderen elektrischen Geräten, mechanisch zerkleinert, um die verschiedenen Bestandteile anschließend besser voneinander trennen und sortieren zu können. Dabei ist man vor allem auf der Suche nach den sogenannten Leiterplatten des Handys, die wertvolle Edelmetalle enthalten. Dazu nutzt man eine speziell ausgestattete Schmelze, wobei die wertvollen Bestandteile abgetrennt und zu großen Teilen wieder zurückgewonnen werden können. Damit stünden sie dann zur Herstellung neuer Geräte zur Verfügung, um der Idee des Recyclings nachzukommen. Auf diese Weise können knappe und teure Edelmetall-Ressourcen geschont und die schadlose Entsorgung der gefährlichen Schwermetalle dabei gesichert werden.

Skurrile Sammlung: Spickzettelaustellung

© lassedesignen - Fotolia.com

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Ausstellungen müssen nicht immer nur etwas für Erwachsene sein. Es müssen nicht immer langweilige Gemälde und abstrakte Skulpturen sein. Ausstellungen können auch mal ganz anders sein und dabei kann man sogar etwas lernen. Zumindest wenn man Schüler ist und nicht weiß, wie man am besten einen Spickzettel für die nächste Mathe-, Deutsch- oder Geografie-Klausur anfertigt. Mehr oder weniger gute Beispiele dafür kann man nun im Bayerischen Schulmuseum begutachten, wo die Ausstellung “Spickzettel – Bloß nicht erwischen lassen” etwa 1.500 Spickzetteln aus drei Generationen zeigt. Mehr als 80 Jahre Spicken und Täuschen, mal nahezu perfekt und detailliert, mal eher einfach und mit Fehlern behaftet, wodurch auch damit die Klausur nur schwer bestanden worden wäre.

Durch die Ausstellung führt kurioserweise ein Rektor, der keinen Vortrag über die betrügerische Absicht des Spicken hält, stattdessen aus positiver und humorvoller Sicht den Einfallsreichtum der Schüler lobt. Dennoch rät er jeder Schülergruppe, die er durch die Ausstellung führt, grundsätzlich von der Benutzung von Spickzetteln ab. In der Wanderausstellung werden die rund 1.500 Spickzettel in sechs Vitrinen und sechs Pulten präsentiert. Zudem hängen Info-Poster an den Wänden und auf einem Monitor werden Spickversuche in einem kleinen Film nachgestellt.

Es ist eine internationale Ausstellung: Die meisten Stücke kommen vom Nürnberger Mathematiklehrer Günter Hessenauer, der seit den 60er Jahren die meisten einkassierten Schummelzettel sammelte. Aber auch Spickzettel aus Japan, den USA und Jordanien gehören zum Fundus, der über bloße Papierzettel hinausgeht: Eine winzige Knopflochkamera, ein Foto-Handy oder eine manipulierte Armbanduhr sind die Schummelzettel der Neuzeit. Dennoch gehören auch die Klassiker wie ein aufgerüsteter Radiergummi oder umfunktioniertes Lineal zur Spickzettel-Schau.

Wiesn bekommt neue Regeln

© Jeanette Dietl - Fotolia.com

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Manch gutgelaunter Wiesnbesucher wartet schon jetzt wieder auf das größte Volksfest der Welt und legt Dirndl und Lederhosen bereit, um sich in das große Getummel zu stürzen. Diese Menge aus Menschen soll sich diesmal jedoch etwas verringern, denn in diesem Jahr gelten für das Oktoberfest einige neue Vorschriften.

Das größte Volksfest der Welt lockte bisher stets Menschen an, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. So fanden sich hier nicht nur die unterschiedlichsten deutschen Volksfest-Begeisterten ein, sondern Besucher aus aller Welt. Wer in diesem Jahr jedoch nicht als Besucher erwünscht wird, sind beispielsweise Bettler oder politische Extremisten. Raucher sind zwar auch weiterhin geladen, müssen sich aber auch auf neue Regeln einstellen.

Aufgrund der vielen Schnittverletzungen, die in den vergangenen Jahren stets wieder aufgetreten sind, will man nun dafür sorgen, dass auch Glasflaschen aus dem Gesichtsfeld der Wiesnteilnehmer verschwinden. Außerdem erhofft man sich damit, die Müllberge aus Scherben verringern und dem Vorglühen entgegenwirken zu können. So werden Gläser in Zukunft weder außerhalb der Zelte verkauft, noch dürfen Besucher diese selbst mit auf die Theresienwiese bringen. Auf welche Weise dieses Verbot jedoch kontrolliert werden soll, dazu äußerte sich der Stadtrat noch nicht. 

Das Verbot gegen Bettler beruft sich vielmehr auf die Vorbeugung von Problemen, da in der Vergangenheit nur vereinzelte Fälle auftraten, mit denen man sich auseinandersetzen musste. Vor allem sollen hierdurch Banden abgeschreckt werden, die in dem Volksfest eine leichte Möglichkeit des Geschäftemachens sehen. Die Raucher unter den Feierlustigen könnten ihre Gesichter in Zukunft vielleicht auf den kleinen Schildern neben durchgestrichenen Hunden, Mahlzeiten und Zigaretten wiederfinden. Die Aufforderung der Stadt an die Wirte, etwas gegen die Menschentrauben aus Rauchern und Wartenden vor den Zelten zu tun, hat eine Debatte um die Wiedereinlasskarten ausgelöst, mit denen Raucher möglicherweise bald nicht mehr zurück ins Zelt dürfen. Genaueres hat man zu einer Lösung jedoch noch nicht festgelegt.

Die meisten Autos gibt es in Bayern

© Manfred Steinbach - Fotolia.com

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In Flensburg kann man Punkte sammeln und zwar nicht bei irgendwelchen Payback Angeboten, sondern in der Strafsünderkartei des Kraftfahrtbundesamt. Dass diese dort ihren Sitz hat, dürfte allgemeingültig bekannt sein, da jeder schon einmal über die Punkte in Flensburg gesprochen hat. Jedoch hat dieses Amt natürlich viel weitreichendere Aufgaben, als nur die Auseinandersetzung mit Verkehrssündern. So wird auch jährlich ein Bericht vorgelegt, indem man sich unter anderem mit verschiedenen Fakten in Bezug auf Autos und den Verkehr auseinandersetzt und statistische Werte behandelt.

Das Kraftfahrtbundesamt hat nun seinen Jahresbericht 2011 veröffentlicht. Egal ob Mercedes C Klasse Gebrauchtwagen oder neuer Audi A8, eines steht fest, die Bayern haben die meisten Autos pro 1000 Einwohner. So sind es genau 700 Fahrzeuge, was fast doppelt so viele sind, wie in Berlin. Die Hauptstadt rangiert am Ende dieses Rankings und kann gerade einmal 375 Fahrzeuge pro 1000 Einwohner vorweisen. Auffallend ist, dass die gesamte Menge an Fahrzeugen in Deutschland zugenommen hat. So sind es mittlerweile über 42 927 647 PKW, was einen Zuwachs von über 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr verlauten lässt. Erstaunlich ist jedoch, dass gerade im Bereich der Nutzfahrzeuge der Wert erheblich gestiegen ist und nun bei fast 4,9 Millionen liegt.

Natürlich wurden auch Statistiken in Bezug auf die Verkehrssünder veröffentlicht. So hat man im gesamten Jahr 2011 insgesamt 9,03 Verkehrssünder dokumentiert, was somit das erste Mal einen Wert über 9 Millionen markiert. Jedoch ist dazu auch zu sagen, dass nur die wenigsten davon mehr als einen Punkt in Flensburg besitzen und dies somit rückläufig ist. 75% der Verkehrssünden gehen im Übrigen auf zu schnelles Fahren, überfahren einer roten Ampel, nicht anschnallen oder Alkohol am Steuer zurück.

Bayern Biber müssen zittern

© Karin Jähne - Fotolia.com

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Zwischen Umweltminister Marcel Huber und den Umweltverbänden ist derzeit ein heftiger Streit entbrannt, bei dem es sich um den Schutz eines heimischen Tieres dreht. So ist der Biber in Bayern eigentlich streng geschützt. Doch der Umweltminister will nun bestimmte Landschaftsbereiche für die Jagd auf Biber freigeben, was die Tierschützer empört.

Auf Seite des Naturschutzbundes ist man sich sicher, Huber lasse die Zonen flächendeckend ausweisen aus Angst vor den Bauern und Teichwirten. Für Aufruhr um das Thema sorgte vor allem ein Schreiben des Umweltministeriums, in dem die Kreisbehörden dazu angehalten werden, solche erheblich zu Schaden neigende Gebiete auszuweisen, in denen der Biber ohne weitere Genehmigung „entnommen“ werden darf, so hieß es. Gemeint ist damit schlichtweg, dass der Biber in diesen Gebieten ohne Weiteres abgeschossen werden darf.

Bisher beschränkt sich dies vor allem auf Bereiche bei Kläranlagen, Wasserkraftwerken und Stauwehren sowie Hochwasserdämmen. In Zukunft zählt jedoch auch die Umgebung von Fischteichen, Be- oder Entwässerungsgräben und Straßen zu den Tabuzonen, in denen zuvor noch Einzelgenehmigungen für jeden Abschuss benötigt wurden. Der Umweltminister hat bei solchen Maßnahmen vor allem die stetig wachsenden Ausgleichszahlungen im Auge, die es zu kontrollieren gilt. Die hat das Ministerium an Land- und Teichwirte zu leisten. Die Beschwerden über Biberschäden, und damit auch die daran hängenden Zahlungen sind von 2010 bis 2011 um 200.000 Euro gestiegen.

Diese scheinbare Explosion von Schäden können sich Experten nicht erklären, da die Zahl der Biber in den vergangenen Jahren konstant blieb. Dennoch beschweren sich immer mehr Bauern darüber, dass die Tiere Gräben und Bäche aufstauen, bis die Felder überflutet sind, und Gänge unter Äcker graben sollen, die schwere Maschinen einstürzen lassen. Solche Klagen zeigen sich mittlerweile mit wahrem Kampagnencharakter und bewegen sich weit weg vom Umweltschutz.

Neue Gema-Tarife schockieren Club-Beistzer

© greenpapillon - Fotolia.com

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Die deutsche Gema dreht am Rad: Nicht nur, dass der Verein tausende Videos auf YouTube und ähnlichen Portalen sperren lässt und verhindert, dass sich Cloud- und Streaming-Dienste nach internationalem Vorbild in Deutschland etablieren, nun werden auch drastische Tarife für Musiknutzungen in Diskotheken vorgeschlagen. Die sollen sich zukünftig nach den Eintrittspreisen richten und bedeuten dennoch vor allem das Aus für kleinere Clubs jenseits von Mainstream und Feiertourismus. Die Clubszene will das natürlich nicht hinnehmen: In einer Online-Petition haben schon mehr als 30.000 Deutsche ihren Unmut über das Gesetzesvorhaben dokumentiert. Typischer, deutscher Beamten-Wahnsinn, der erstklassiger Stoff für ein absurdes Theaterstück wäre. Wäre es nur nicht so verdammt ernst!

Von 2013 an sollen bei Live-Musik im Club anstatt elf Tarifen nur noch zwei gültig sein, die sich nach den beiden Faktoren Größe der Veranstalter und Eintrittsgelder je nach 100 Quadratmetern oder eben je Euro richten. Die Gema spricht von einer Vereinfachung und Kostenersparnis, doch bundesweit laufen Konzerthallen- und Clubbesitzer Sturm gegen die absurde Forderung. Mehr als 1.400 Prozent teuer könnte das Feiern nach Berechnungen des Vereins Münchner Kulturveranstalter dank der neuen Gebührenverordnung werden. So wird nicht nur dreist in die Kassen der Veranstalter gegriffen, die neue Verordnung ist das Aus für viele Partyveranstalter und Clubs. Eine massive Tariferhöhung im Namen irgendeiner Vereinfachung – haben sich da mal wieder ein paar realitätsferne Beamte an der Welt gerecht? Oder sich irgendwo verrechnet?

Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, kommt jedenfalls zu keinem anderen Ergebnis, als den neuen Gema-Tarif als reine Farce zu sehen. Auch die neue Webseite der Gema, die mit dem Slogan „Musik ist uns etwas wert“, interaktiven Elementen und Themen wie „Warum die Gema nicht die GEZ ist“ wirbt, verfehlt es mal wieder völlig, der Gema einen moderneren Anstrich zu verpassen – und wirkt ganz im Gegenteil umso zynischer. Warum dürfen Schreibtisch-Beamte so viel in einer Welt bestimmen, in der eben kaufmännische Grundsätze nicht so einfach anzuwenden sind?

Münchens schönstes Schwimmbad

© Flexmedia - Fotolia.com

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Das denkmalgeschützte Müllersche Volksbad in München steht den Besuchern bereits seit 1901 zur Verfügung. In malerischer Umgebung können Gäste das Bad im Becken genießen, wie vor über 100 Jahren.

Das Badehaus zählt zu den schönsten Bädern Europas, da es sich zum größten Teil noch in seiner Originalverfassung befindet. Doch dort, wo es noch so viel Originales gibt, dort gibt es auch viel zu tun. Nicht nur das, so viel Kostbares kostet auch eine Menge in der Haltung. Wenn etwas kaputt geht, dann wird nicht sofort das defekte Teil ausgetauscht. Zuerst wird versucht das Teil zu reparieren. Sollte dies nicht gelingen, wird eine spezielle Firma beauftragt, die sich mit denkmalgeschützten Reparaturen auskennt. Dieser Aufwand ist nicht nur teuer, er dauert auch.

Als vor 111 Jahren das Bad eröffnet wurde, hatten im Keller des Bades Hunde noch ein eigenes Becken. Gäste wurden bevor sie ins Wasser durften erst einmal eingereist, durchgebürstet und abgeduscht. Man wollte das Bad so wenig wie möglich beschmutzen. Heute nimmt man an, dass die Gäste bereits sauber den Ort besuchen und auch Hunde haben kein Becken mehr in den Gewölben des Bades. Doch die Aura bleibt, sowie das Gefühl, an einem besonderen Ort zu sein.

Und das weiß kein anderer besser zu schätzen als der Hausmeister des Bades, der hier seit über 30 Jahren jeden Tag durch die Flure und Raume läuft und schaut, ob alles in Ordnung ist. In einem Bad, das seit über 100 besteht, gibt es viel zu tun und die vielen Ecken und Winkel benötigen Zeit. Es vergehen schon mal Stunden, bis der Hausmeister seine Runde gelaufen ist. Diese Mühe macht sich jedoch auch bezahlt, denn das Bad ist beliebt wie kaum ein anderes in Deutschland. Für viele Touristen ist es ein Besuch wert und auch die Münchner selbst lieben ihr Bad, so wie es ist.

Braunbär nimmt Kurs auf München

© panthermedia.net/Zeljko Dragic

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Für Viele hatte das Osterwochenende eine fast einmalige Überraschung parat: Südlich des Inntals wurden zwei junge Braunbären gesichtet. Scheinbar haben sie sich aus Südtirol auf den Weg in Richtung Norden begeben.

Erst vor kurzem sind Italiens Braunbären aus dem Winterschlaf erwacht. Zwei Jungtiere wurden von ihrer Unternehmungslust sogar auf die Spuren von Braunbär Bruno getrieben. Konsequent wandern sie in Richtung Norden, ein mögliches Ziel ist Bayern sein. Einer der zwei Bären wurde im österreichischen Tirol gesichtet, der Zweite wandert durch den Schweizer Kanton Graubünden und hat bereits auf sich aufmerksam gemacht, da er eine Ziege gerissen hat.

Der zwei Jahre alte Jungbär M13 lief am vergangenen Ostersamstag im schweizerischen Schuls einem deutschen Politiker über den Weg. Scheinbar haben die Braunbären Europas aus dem Schicksal Brunos etwas gelernt: bevor sie sich nach Bayern trauen, treten sie erstmal in Kontakt zur Politik auf. Es könnte sein, dass dies eine gute Strategie ist, um nicht wie der Braunbär Bruno als Problembären getötet zu werden.

Doch der Jungbär M13 macht sich auf seinem Weg nicht nur Freunde. In einem Gehege in der Nähe vom schweizerischen Schulz hat das rund 120 Kilo schwere Tier angeblich eine Ziege gerissen. Davor soll es mehrere Bienenstöcke geplündert haben. Aus diesem Grund musste der Wildhut des schweizerischen Kantons Graubünden das herumstreifende Tier am Donnerstagabend einfangen, kurz betäuben und anschließend mit einem GPS-Sender versehen. Durch die nun mögliche GPS-Überwachung wollen die Wildhüter den Jungbären M13 umerziehen: sobald er menschlichen Siedlungen zu nahe kommt, soll er verscheucht werden. Auf diese Weise soll er Menschenscheu lernen.

Der zweite umherziehende Braunbär wurde in der Nacht zum Montag im österreichischen Nauders durch einen Pistenraupenfahrer entdeckt. Nach Angaben der Organisation WWF handelt es sich in diesem Fall um einen Jungbären mit dem Namen M8, der auch zwei Jahre alt ist.

Ähnlich wie Bruno, der vor fünf Jahren in Bayern erschossen werden musste, stammen die zwei Braunbären M8 und M13 aus der gleichen Population an Braunbären im Naturpark Adamello-Brenta im italienischen Trentino. Früher lebten hier nur drei Braunbären, bis 2002 wurden zehn weitere slowakische Tiere angesiedelt. Doch scheinbar wollen sie dort nicht bleiben. Insbesondere männliche Braunbären begeben sich gerne auf Wanderschaft. Da sie viel neugieriger und frecher als Weibchen sind und zudem den Kontakt zu Menschen nicht scheuen, fallen sie auch öfters auf.

Nur für Mutige: Radfahren in München

© laurent dambies - Fotolia.com

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Das Radfahren gehört zu den beliebtesten Hobby-Sportarten und Freizeitbeschäftigungen im Land. Es macht Spaß und kann von jedermann betrieben werden. Einzige Bedingung: ein Fahrrad. Viele nutzen das Rad auch als Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit und zu Freunden. Vor allem in Großstädten wird diese Art der Fortbewegung verstärkt genutzt, um neben dem morgendlichen Autostau auch die zum Teil überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel zu umgehen. Dabei unterschätzen immer noch viele die Gefahr, die beim Radfahren in der Großstadt besteht: unübersichtliche Kreuzungen, fehlende Radwege, drängelnde PKW-Fahrer. Auch der eigene Schutz kommt in vielen Fällen zu kurz. Da es immer noch keine Helmpflicht für Radfahrer gibt, werden die Kopfschutz auch nur selten getragen.

Zu den gefährlichsten Großstädten für Radfahrer zählt nachwievor München. In der bayerischen Landeshauptstadt kam der Ausbau der Radwege nur schleppend voran. Einer der Brennpunkte der Stadt ist der Stachus, wo es regelmäßig zu Umfällen mit Radfahrerbeteiligung kommt. Dabei ziehen die Radler in der Regel den Kürzeren. Obwohl bereits 2009 der Ausbau des Münchner Radwegenetzes verkündet wurde, ist knapp drei Jahre später nicht viel passiert. Erst Ende 2013 sollen die größten Problemstellen der Stadt beseitigt sein. Bis dahin heißt es: Vorsicht!

Einer dieser Gefahrenzonen ist die Trasse zwischen Odeonsplatz und Rindermarkt. Hier verkehren die meisten Radfahrer, die in Zukunft zum eigenen Schutz zu niedrigem Tempo verpflichtet werden sollen. Wer sich auf seinem Zweirad nicht sicher fühlt und keine Lust auf Aufregung auf dem Weg zur Arbeit hat, der fährt vielleicht besser mit seinem Skoda Fabia oder mit der Straßenbahn. Münchens Straßen sind für Radfahrer nach wie vor ein gefährliches Pflaster.